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auch hohle Worte können wirken.

 

Ich möchte gehen können, ohne dass meine Oberschenkel sich berühren, auf dem Wasser laufen ohne einzutauchen, über Sand und Schnee ohne Abdrücke zu hinterlassen. Zwischen den Regentropfen spazieren, ohne nass zu werden.

Ich möchte Schlüsselbeine haben, die einen zarten Schwanenhals umkränzen und mich wie ein zerbrechliches Wesen aussehen lassen. Ich möchte Rippenbögen haben, die unter meiner Haut schimmern wie die Schweife der Sterne und mein schwaches Herz umspannen.

Ich möchte herausstehende Schulterblätter haben, die wie gebrochende Flügel eines gefallenen Engels kraftlos meine Wirbelsäule herabgleiten oder die aussehen, als würden mir Flügel wachsen, um den Engel wieder in die Lüfte empor erheben zu können.
 
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Ich möchte Schultern haben, so schmal und kantig, dass niemand seine Lasten mir aufbürden mag. Möchte Handknochen haben, die einzig von Haut überzogen und von blauen Adern umschlungen werden.
 

Ich möchte eine Taille haben, die meinen Körper in zwei Hälften teilt, die mit zwei Händen zu umschließen ist, um mir Halt geben zu können. Darunter umrahmt von Beckenschaufeln, zwischen denen mein Bauch wie eine dünne Decke gespannt nach innen fällt und eine Kuhle formt.

Ich möchte einen Körper, dem ich keine Nahr
ung zuführen muss, durch die ich mich innerlich verunreinge. Ich möchte mich leicht und unbeschwert fühlen, ohne etwas aufnehmen und in mir spüren zu müssen.

Ich möchte mit diesem Körper auf einer Wiese liegen und den Wind um ihn spüren wie ein Adler ihn unter seinen Schwingen fühlt, den Wind um mich spüren, den Wind, der mich hinfort trägt. Schwerelos, wie die Federn.


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